Was glaubst Du denn?

Konzept „Was glaubst Du denn?“

Das Themenfeld Glaube - Religiösität - Religionen hat seit dem 11. September wieder Konjunktur in Gesellschaft, Politik und Medien. Grund genug, einmal näher hinzusehen: Was ist dran an der Rede von der „Postsäkularen Gesellschaft“? Welche Rolle spielt Religiosität im Alltag? Was glauben Jugendliche in Nordrhein-Westfalen heute - Jugendliche aus verschiedenen Städten, mit und ohne Migrationsbackground?

Bilder von den jeweils ‚anderen‘ Religionen werden immer wieder auch medial transportiert. Mediale Darstellungen - ob in der Werbung, im Hollywoodfilm oder in Internetdiskursen - sind mit religiösen Motiven gespickt. Jugendmedienarbeit kann Jugendlichen Chancen eröffnen, sich aktiv und kreativ mit dem eigenem Glauben und mit Religionen zwischen ‚fremd‘ und ‚wohlbekannt‘ auseinanderzusetzen. Die Verbindung von traditionellen Medien wie Radio, Fotografie und Video mit den neuen Medien ist besonders geeignet, eigene Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen und neue Kommunikationswege zu erschließen.

Das Projekt „Was glaubst Du denn?“ will Jugendliche mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen im Alter von 14 bis 25 Jahren zur medialen Auseinandersetzung mit Glaube und Religiosität ermutigen. Vorgesehen ist ein Kernangebot von thematischen Medienworkshops vom 1.-3. November 2002 in den Städten Münster, Solingen, Bonn und Köln. Zeitgleich und online vernetzt finden jeweils drei Workshops: Webradio, Webvideo und Webjournal u.a. zu den Fragen „Was glaubst du, was glaubt deine Freundin? Ist Jesus besser als Mohammed? Was sagt dir deine Religion und was hast du ihr zu sagen? God is a DJ? Feiertage - nur schulfrei, oder wer feiert was?“ statt.

In jedem der beteiligten Aktionsorte wird in mehreren Gruppen mit verschiedenen Medien gearbeitet, wobei eine Verbindungsklammer durch diese Plattform gegeben ist. Andere, interessierte Einrichtungen und Verbände der Jugendarbeit in NRW können sich online beteiligen. Täglich um 17.00 Uhr findet eine Online-Konferenz der vier Aktionsorte mit Präsentation von Zwischenständen statt. Das Aktionswochenende wird von den Webjournal-Gruppen laufend online dokumentiert. Die Endergebnisse werden am Sonntag ab 19 Uhr in Form einer Internet-LiveRadiosendung mit Schaltung in die verschiedenen Aktionsorte und begleitendem visuellen Chat präsentiert. Der Wochendausklang wird mit parallelen Abschlussevents in den Aktionsorten abgerundet.

Das Projekt ist aus Ideen und Diskussionsprozessen des CrossCulture-Netzwerks entstanden und wird von den Mitgliedsinstitutionen unter Federführung des JFC Medienzentrums Köln umgesetzt.

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