Was glaubst Du denn?

Religion in den Medien - Instrument der Manipulation - Gefahr für die Menschheit - Bedrohung für die Jugend

Bonn, 03.11.2002, 17:45 Uhr

Von Bonn

Seit dem 11. September, können wir uns nicht mehr vor Schlagzeilen über den Islam retten.
Anhänger verschiedenster Glaubensrichtungen wie Christen, Juden oder Muslimen selbst, ja sogar Attheisten äußern sich über diese "weltbedrohliche Religion,die die ganze Welt in Angst und Zittern versetzt".

Dabei wird Religion von den "wahren Muslimen", wie sich die Terroristen selbst bezeichnen als Instrument von Machtinteressen mißbraucht. Journalisten aus der sogenannten westlichen Welt bedienen sich der Begriffe, die sie irgendwo aufgegriffen haben und von deren Bedeutung sie nur vage Vorstellungen besitzen, weil sie diese Religionen, die ja auch Kultur bedeutet nie gelebt haben. Sogar Muslimen sind sich über die Auslegung mancher Begriffe wie großer und kleiner Djihad (Glaubenskrieg) nicht einig, so daß Pressemitteilungen immer nur mit Vorsicht zu genießen sind.

Eigentlich dachte die Menschheit des 21. Jahrhunderts, daß wir das Schwarz/Weiß-Denken längst hinter uns gelassen haben und die Dinge differenzierter betrachten, aber die Presse fördert nicht gerade den Frieden zwischen den Kulturen und Religionen. Hier einige Beispiele wie Religionen in den Medien benutzt werden:

  1. "Das Ungeheuer aus der Wüste"
    (Die Saudis fördern in aller Welt den extremen Islam nun wird ihnen das zum Verhängnis...)
    (17.09.2001 - Süddeutsche Zeitung)
  2. "Gott, Gewalt und Großmächte"
    (16.09.01 - Süddeutsche Zeitung)
  3. "Le Christianisme est étrange"
    (das Christentum ist fremd)
    le christianisme.de

Wie sollen Jugendlichen mit solchen Schlagzeilen, die für die Zeitungen sicherlich sehr lukrativ sind, umgehen?
Da liegt es an uns Jugendlichen ob Christ, Jude, Muslim, Hinduist, Buddhist - schwarz oder weiß - gegen solche Vorurteile zusammenzuhalten.

LASSEN WIR UNS NICHT MANIPULIEREN - WIR DENKEN ALSO SIND WIR!