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Welche sind die beliebtesten muslimischen Mädchen- und Jungennamen?

In Deutschland gibt es schon seit Längerem den Trend, Babies Namen zu geben, die „alt“ klingen. Diese Namen trugen häufig unsere Großeltern, gerieten dann etwas in Vergessenheit und sind nun wieder in den Listen der beliebtesten Vornamen ganz vorn. Darunter sind viele biblische Namen, zum Beispiel im Jahr 2014 bei den Mädchen Hannah (2. Platz), Lea (7. Platz) und Marie (10. Platz) und bei den Jungen Ben (1. Platz), Lukas (3. Platz), Jonas (4. Platz), Noah (8. Platz) und Elias (9. Platz).Die meisten biblischen Namen gibt es auch in einer arabischen oder türkischen Variante – zum Beispiel Maryam bzw. Meryem für Maria, Yunes bzw. Yunus für Jonas, Nuh bzw. Nur für Noah oder Ilyas für Elias. Da viele der Propheten des alten und neuen Testaments auch im Islam als solche gelten, sind all diese Namen gewissermaßen auch muslimisch.
Anders als Jesus unter Christen ist Muhammad bei Muslimen ein überaus beliebter Vorname. 2010 war Muhammad sogar in England der am häufigsten vergebene Jungenname überhaupt. In Deutschland ist er jedoch nur auf Platz 67, in Berlin landete Muhammad/Mohammed auf dem 16. Platz (2013).
Unter Muslimen sind weiter die Namen großer Persönlichkeiten wie Fatima und Aischa bei den Mädchen und Ali, Hassan oder Omar bei den Jungen beliebt. Großen Zuspruch erfahren auch Namen, die mit Allah oder anderen Gottesnamen in Verbindung stehen wie Abdullah („Diener Gottes“) oder Abd ar-Rahman („Diener des Barmherzigen“).

(Stand: 4. Februar 2015)


 
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