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Welche Hobbys haben Muslime?

Menschen gestalten ihre Freizeit mit ganz unterschiedlichen Hobbys: Sport, Musik, Literatur, Kunst, Sammeln, Basteln und so weiter. Formen von Entspannung und Spaß sind neben Beruf und Schule für alle wichtig – seien sie nun Christen, Muslime, Juden, anders oder gar nicht gläubig.
Musliminnen und Muslime pflegen dieselben Hobbys wie Nichtmuslime, aber in manchen Bereichen prägen islamische Glaubensvorschriften, gesellschaftliche Konventionen und traditionelle Brauchtümer auch Besonderheiten. So gibt es in konservativen muslimischen Kreisen die Vorstellung, bestimmte Sportarten seien nichts für Mädchen und Frauen. Fußball zum Beispiel halten viele für eine Männersportart – wobei das auch viele Nichtmuslime so empfinden. Ein anderes Beispiel ist Schwimmen, da hier üblicherweise eine eng anliegende Badebekleidung getragen wird. Allerdings gibt es mittlerweile auch „islamische“ Modelle, sogenannte Burkinis (nach Burka und Bikini).
Viele in Deutschland lebende Musliminnen und Muslime stammen selbst oder ihre Eltern oder Großeltern aus Ländern des Nahen oder Mittleren Osten. Dort gibt es viele andere Freizeitbeschäftigungen, die man hierzulande wenig oder gar nicht kennt. Dazu zählen bestimmte Sportarten (z. B. Cricket, eine englische Mannschaftsportart, die u.a. in Pakistan viel gespielt wird), Musikinstrumente (z. B. Saz und Oud, zwei Gitarrenarten aus dem Nahen und Mittleren Osten) oder Gesellschaftsspiele (z. B. Tavla, eine türkische Backgammon-Art). Sie bereichern heute die Freizeitgestaltung in Deutschland und finden auch unter Nichtmuslimen Liebhaber.

(Stand: 30. Oktober 2015)


 
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