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Woran glauben die Ägypter?

Ägypten ist ein mehrheitlich muslimisches Land. Der sunnitische Islam prägt das Alltagsleben. Nach ihm richten sich beispielsweise die Feiertage. In den Städten und Dörfern sind überall Moscheen zu sehen und oft sieht man Menschen beim islamischen Gebet. Auch der Ruf des Muezzins, des Gebetsrufers, ist mehrmals täglich zu hören. Aktuellen Schätzungen zufolge sind rund 90 Prozent der Bevölkerung muslimisch.

Die übrigen 10 Prozent sind Christen, von denen die meisten der koptisch-orthodoxen Kirche angehören. Diese sogenannten Kopten sind die größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten. Die Kopten glauben wie alle Christen an einen Gott und an Jesus Christus. Allerdings haben sie sich wegen theologischer Meinungsunterschiede vor vielen hundert Jahren von den übrigen christlichen Kirchen getrennt.

Weitere religiöse Gruppen in Ägypten wie Juden, Bahai oder andere christliche Minderheiten sind sehr klein. Die ägyptischen Juden, von denen es in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts rund 80.000 gab, wurden bis auf sehr wenige Ausnahmen aus dem Land vertrieben oder haben es verlassen. Viele wanderten in der Folge der Staatsgründung 1948 nach Israel aus.

(Stand: 19.12.2017)


 
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